Drei echte Typen – Kleine, hochleistungsfähige Smart-Kameras verblüffen Profis

"Wo herkömmliche Systeme erst die aufgenommenen Bilder an einen PC senden, werden bei smarten Kameras die Daten direkt in den kompakten, industrietauglichen Gehäusen oder auf einer einzelnen Platine verarbeitet. So benötigt der Anwender bei gleicher Rechenleistung keinen zusätzlichen Computer oder ein Übertragungskabel, das die Qualität der Bilder mindert.

Wo sie zu Hause sind:
 
Die High End Smart Kameras, Sensor Smart Kameras und Platinen Smart Kameras sind für unterschiedlichste Einsatzzwecke in Maschinenbau, Qualitätssicherung oder Sicherheitstechnik einsetzbar. Typische Anwendungsfelder sind Messtechnik, Qualitäts- und Vollständigkeitskontrolle, Sortieren und lagerichtiges Zuführen, Lesen von 2D Matrix-Codes sowie biometrische Zutrittskontrollen. Gerade entdecken die Verarbeiter von Naturprodukten wie die Lebensmittelindustrie die Vorteile der industriellen Bildverarbeitung für sich. Kommt es bei Anwendungen in der Qualitätskontrolle vor allem darauf an, ein Teil zu finden, das aus der Reihe tanzt, geht es bei der Portionierung von Lachs darum die individuellen Abmessungen jedes Fisches zu erfassen. Nach der Gewichtsbestimmung durch Volumenmessung wird der automatisierte Schneidevorgang so ausgerichtet, dass jeder Kunde exakt 200 g der leckeren Delikatesse erhält.
Worauf sie hören
Alle drei Typen von Smart Kameras, sind sie noch so klein, besitzen die volle Funktionalität eines herkömmlichen Bildverarbeitungssystems und sind in Standard C frei programmierbar. Mit dem einmal erworbenen Softwaresystem kann der Anwender dann so viele Kameras programmieren, wie er will. Hierzu gibt es eine umfangreiche Bibliothek von Bildverarbeitungsfunktionen. Alternativ lassen sich zur Anwendungserstellung eine Fülle anderer Entwicklungsumgebungen von Drittanbietern einsetzen. Damit können auch ohne spezielle Programmierkenntnisse Bildverarbeitungsprogramme erstellt und auf die Kamera geladen werden.
 
Die Universellen:
 
Die nur 5x10x3,5 cm großen VC20 Kameras liefern bis zu 110 Bilder pro Sekunde in schwarzweiß, wobei einige Modelle auch mit einem Farbsensor erhältlich sind. Je nach Kameramodell stehen progressive Scan CCD Sensoren mit Bildauflösungen von VGA bis 1,3 Megapixel zur Verfügung. Die multitaskingfähigen Kameras laden ein Bild und verarbeiten gleichzeitig ein anderes. Durch diesen parallel ablaufenden Prozess kann der Zeitverlust bei der Bildverarbeitung vermieden werden. Der schnelle Trigger-Eingang der VC2038-VC2068 Kameras ermöglicht es auch, sich schnell bewegende Objekte bei externer Triggerung exakt abzubilden. Die High End Kameras kommunizieren über robuste und industrietaugliche Hirose Stecker – digitale IOs in 24 V-Technik, Videoausgang und wahlweise serielle RS232- oder Ethernet-Schnittstelle. Zur Wärmeabfuhr benötigt die Kamera keinen Lüfter und ist wartungsfrei. So wird das Eindringen von Verunreinigungen in das Kameragehäuse verhindert und die Lebensdauer der Kamera sowie die Anlagenverfügbarkeit erhöht.
 
Die Kompletten:
 
Die Sensorkameras sind ganze 100 mm lang und in einem spritzwassergeschütztes Rundgehäuse in Schutzart IP65 mit M30 Außengewinde untergebracht – inklusive LED Blitzbeleuchtung und Optik. Erdacht für einfache Inspektionsaufgaben, könnten diese Kameras dort eingesetzt werden, wo bisher traditionell Lichtschranken ihren Dienst versahen. Auch preislich eine interessante Alternative, denn erstaunlicherweise liegen Lichtschranke und kleinste intelligente Kamera fast gleich auf. Damit eröffnen sich den handlichen Stabkamera-Systemen Märkte, die bislang nur von Opto-Sensoren besetzt waren. Die Minisysteme machen vor allem bei Anwendungen Sinn, bei denen sich der Einsatz von teuren, konventionellen Bildverarbeitungssystemen nicht lohnt. Ein weiteres Anwendungsbeispiel für diese Kamera ist der Einsatz als Data Matrix Code Leser. Hierzu bietet Vision Components auch die passende Lesesoftware an. Die smarten Kleinen erkennen Data Matrix Codes selbst dann, wenn 30% des ursprünglichen Codes verdeckt sind. Das Modell VCM40 ist als einzige VC Kamera mit einem C-MOS Sensor ausgestattet und kann Bildausschnitte bis zur minimalen Größe von 4×4 Pixel mit mehr als 10 kHz auslesen. Die VCM50 besitzt einen progressive Scan CCD-Sensor mit VGA Auflösung mit einer Geschwindigkeit von 25 Bildern pro Sekunde. Durch 2- bzw. 4-faches Binning kann die Bildfrequenz unter entsprechender Verringerung der vertikalen Auflösung verdoppelt oder vervierfacht werden.
 
Die Kompakten:
 
Eine Besonderheit ist die VCSBC-Serie intelligenter Platinenkameras für OEM-Anwendungen wie das Modell VCSBC50. Hier findet die gesamte Kamera auf einer Platine Platz, die kaum größer als eine Streichholzschachtel ist. Die kleine, leichte und kostengünstige Kamera bietet sich beispielsweise zum Einbau in Pfandrücknahmemaschinen, in der Überwachungstechnik oder als Barcodelesegerät an.
 
Wie man an sie rankommt:
 
Schnelle Kameras und schneller Service gehen bei Vision Components Hand in Hand. So werden alle Vision Components Produkte selbst nach Ablauf der Garantiezeit innerhalb von 24 Stunden für eine Kostenpauschale von 50 Euro repariert. Und wer neue Geräte in kleineren Stückzahlen noch vor dem Mittagessen bestellt, könnte schon Morgen seine eigene Smart Kamera in Händen halten.
 
Der Autor
Dipl.-Ing. Peter Neuhaus, Technischer Support
Vision Components GmbH
Tel. 07243-21 67-0
neuhaus@vision-comp.com
www.vision-components.de