Roboter erkennt Objekte in 3D mit einer Kamera

Am Beispiel von einem typischen Industrieprodukt (Sicherungshauptschalter, s. Abb.) zeigt MVTec, wie der Roboter arbeitet: Das auf der neuen Version 8.0 von HALCON basierende
Bildverarbeitungsprogramm kennt das CAD-Modell des Objekts und berechnet im Voraus mögliche Raumlagen als 2D-Projektionen. Dadurch kann das Programm jedes Objekt in seiner Raumlage eindeutig identifizieren und entsprechend greifen, um es anschließend kontrolliert wieder abzulegen.

Mit diesem „3rd Generation Matching“ von HALCON 8.0 sind aufgrund der Geschwindigkeit auch Echtzeitanwendungen möglich. Diese 3D-Objekterkennung ist nicht nur sehr schnell und zuverlässig, sondern auch weitgehend robust gegenüber Beleuchtungsschwankungen.

Die 3D-Objekterkennung von HALCON stellt eine vollkommen neue Möglichkeit für die Robotik dar. Aufwändige Einzelprogrammierung sowie Stereoaufbauten mit zwei Kameras sind überflüssig. Roboter können nun über Standardsoftware beliebig geschüttete Objekte unter Verwendung von nur einer Kamera in ihrer exakten Raumlage erkennen und greifen.

one-camera-robot

 Der Industrieroboter ist mit einem Greifer und nur einer Kamera im Beleuchtungsring ausgestattet. Die Bildverarbeitung erkennt exakt jede beliebige Raumlage der Objekte (in diesem Fall Sicherungshauptschalter, links im Bild) und kontrolliert anschließend deren geordnete Ablage (rechts im Bild).

 MVTec auf der VISION 2007: Halle 4 | Stand 4E28